Sonntag, 9. Februar 2014

Erster Monat im neuen Jahr

Ja jetzt ist schon 2014! Das ist das Jahr in dem ich wieder nach Hause fahre. Die Zeit geht unglaublich schnell vorbei und die Hälfte meines Jahres ist schon rum. Das ist so unglaublich und am Anfang dieses Abenteuers hörte sich ein Jahr fast wie eine kleine Unendlichkeit an, doch jetzt merk ich das es sich wie ein Sekündchen anfühlte.
Anfang Januar begann alles ein bisschen normal zu werden und eine kleine Ferienroutine enstand, mit spät aufstehen, kochen, Siesta halten, in den Pool gehen, verabreden und Sport machen. Ich verstehe mich mega gut mit meinen Cousinen und außerdem hab ich viele Freunde mit den ich etwas machen kann, aber irgendwie begann mit Januar eine kleine Heimwehphase.
Aber Mitte des Monats gab es eine Neuigkeit, wir würden in drei Tage nach Piriapolis an den Strand fahren und bei der Cousine von Laura wohnen. Ich freute mich mega, endlich mal Urlaub mit meiner Familie. Am 14. fuhr Rosario, meine Oma von Artigas los 8 Stunden runter nach Piriapolis. Während der Reise regnete es aber es war troztdem eine recht schöne Reise. Abends waren wir dann endlich da und gingen nachdem wir unsere Sachen sortiert hatten gleich an den Strand.

Pamela und ich


Cecilia, die Cousine von Laura hat uns wirklich herzlich aufgenommen und ist mega nett. Die Tage verbrachten wir am Strand und liefen die Rambla entlang und schauten uns Sachen an.
Außerdem fuhren wir extra für mich an die ganzen Touriorte. Zufällig traf ich auch Paula, eine andere Austauschschülerin am Strand, was echt komisch war und wir verbrachten einen Tag zusammen am Strand.
Meine Familie auf dem Berg San Antonio


 Piriapolis ist von 3 Bergen umkreist, einer davon ist der Berg San Antonio, von dem man eine wirklich schöne Aussicht hat.
Castillo Piria

Mit meiner OMA

Cecilia beim Asado machen

Beim Sonnenuntergang. Hier applaudiert man der Sonne für den Tag
 Einen Tag fuhren wir auch nach Punta del Este und gingen zum Casa Pueblo, ein Haus, das von dem Künstler Carlos Páez Vilaró gebaut wurde, der nur seine eigenen Hände dazu nutzte. Außerdem gingen wir zu den berühmten Fingern, die aus dem Strand herausragten und danach in ein Einkaufszentrum. In der Nacht spazierten wir die Straßen entlang und aßen ein Eis im faro, was wirklich das allerleckerste Eis macht.
In Casa Pueblo

Die Finger in Punta del Este


Das Haus von Ceci
Leider stell ich mir immer die Frage:
"Werde ich überhaupt wieder an diesen tollen Ort zurück kommen und wenn ja wann?"

Nach 2 Wochen fuhren wir wieder zurück nach Artigas. Es war wirklich eine wunderschöne Zeit und ich glaube, dass dieser Urlaub uns allen ziemlich gut getan hat. Aber es tut auch wieder gut hier in Artigas zu sein, wo man alles und jeden kennt.

Was echt super ist, dass mein Spanisch wirklich extrem gut geworden ist. Ich verstehe fast alles und ich kann mich ausdrücken und reden. Außerdem hab ich mein erstes Buch in spanisch gelesen, worauf ich echt stolz bin.
Ganz Artigas breitet sich langsam auf den Karneval vor, der hier in den ersten Märztagen stattfindet und eine Freundin hat mich eingeladen an der Parade teilzunehmen. Karneval in Artigas ist ziemlich groß und ziemlich wichtig. Hier gibt es 4 Sambaschulen, die an diesen Tagen gegeneinander antreten und ich nehme bei den Emperadores teil. Das heißt ich muss mir in diesem Monat eine Tracht machen, das diesjährige Lied auf portugiesisch lernen und das schlimmste, ich muss Samba lernen, was meine Füße nicht hinbekommen. Aber da heißt es nur üben, üben, üben. Zum Glück hilft mir meine Freundin, denn alleine hätte ich keinen Plan.
Seit 5 Jahren gewinnt immer die selbe Sambaschule und dieses Jahr wollen wir sie besiegen.
Ich bin jetzt schon ziemlich aufgeregt aber ich freue mich unglaublich darauf!
Muchos besos
Mari

Ein Lebenszeichen

Ein vergessener Eintrag:
Liebes Weihnachten...wo warst du???
Wo warenWeihnachtmärkte, richtige Weihnachtsbäume und Last Christmas im Radio???
Wo waren Schnee und Plätzchen und Lebkuchen???
Ich vermisste euch alle unglaublich.


Also damit melde ich mich mal wieder nach 2 Monaten...ich weiß eine unglaublich lange Zeit und es tut mir echt Leid, dass ihr solange auf ein Lebenszeichen von mir warten musstet.
Ers teinmal vor ab mir geht es FANTASTISCH und ich bin so glücklich hier.
Aber wir wollen ja chronologisch vorgehen.
Nach meiner Reise, nach La Paloma anfang Dezember, begann die ganze Vorweihnachtszeit, die für mich nicht wirklich weihnachtlich und völlig fremd war. Das Einzige was wirklich an Weihnachten erinnerte war der ganze Weihnachtsschmuck im Supermarkt -das wirklich Einzige!
Mit Dezember begann auch die Sommerzeit und damit die Hitze. Ich musste mir schon viele Horrergeschichten anhören und ich habe mich die erste Zeit relativ offen und freundlich an dieses Thema gewagt. Nun komm ich zu dem Schluss: Nein danke jetzt reicht es auch, ich hatte meine Erfahrung und jetzt kann es wieder kälter werden!
Glücklicherweise bin ich auch in das heißeste Departamento gekommen und es dieses Jahr besonders warm ist. Artigas kam auf die unglaubliche Temperatur von 55° Grad und ich auf meinen nervlichen Tiefpunkt. Zum Glück haben wir einen Pool und ich lernte diesen samt Klimaanlage und Ventilator zu schätzen und zu lieben. Meine Gastmama macht immernoch Witze, dass ich eigentlich nur still da sitze und nicht reden kann und wenn ich im Pool bin, die Wörter nur aus mir heraussprudelen würden.
Aber dafür sind die Nächte noch schöner und der uruguayische Sternenhimmel ein Traum aus Millionen von Sternen.
Naja vor Weihnachten begann ich über Geschenke nachzudenken und schickte ein Packet mit Dulce de Leche und Alfajores nach Deutschland...ich hoffe es hat euch geschmeckt ;)
Außerdem fing ich an mit meiner Cousine ins Fitnesstudio zu gehen, was mir richtig gut tut und sehr viel Spaß macht. Ich hatte ja schon Ferien und traf mich in meiner Freizeit mit Freunden oder ging aus. Pamela stellte für uns alle ein kleines Plastikweihnachtsbäumchen auf den wir schmückten, aber nichts mit einem echten Baum zutun hatte.


WEIHNACHTEN
 Weihnachten feierte ich ziemlich anders als gewohnt. Den Morgen verbrachte ich mit Laura im Pool und am Nachmittagbackten Pamela und ich backten etwas, sie einen Käsekuchen und ich probierte mich an einem Apfelstrudel, der sogar ziemlich gut wurde. Ich war trotzdem froh, dass sie alle noch nie einen richtigen Apfelstrudel gegessen hatten. Dann skypte ich mit meiner deutschen Familie. Und Überraschung alle waren schick angezogen und schon in der Weihnachtsfeier. Es war schön alle zusammen zu sehen. Um neun gingen wir zur Oma, wo ein Berg aus Essen auf uns wartete. Noch nie hatte ich soviel gegessen..noch nie! Um Mitternacht wurde es dann ernst und es begann ein Feuerwerk und wir grüßten alle Nachbarn und Verwandten. Danach war die Bescherung und ich freute mich, dass Laura mir auch was schenkte. Das Beste war aber das Packet von Lara, dass Laura und Pamela fast 2 Monate verwahrten. Vielen lieben Dank mein Schatz! Und auch liebe Dank an meine Familie für die Packete, die leider ein bisschen spät ankamen. In der Nacht traf sich unsere ganze Gruppe und wir gingen in den Park wo wir bis zum Morgengrauen blieben.
Im Endeffekt kann ich sagen, dass es ein ziemlich anderes aber wunderschönes Weihnachten war.
Muchas gracias a mi familia uruguaya que la amo y que me dan tanto amor!


 Die nächsten Tage verbrachten wir dann bei Freunden und Familienmitgliedern und es war echt schön. Wir gingen tanzen und auf zwei Geburtstage und dann hieß es schon:
Chau 2013, Bienvenido 2014